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Alexander Pister
Alexander in der Werksatt

Alexander Pister war sofort einverstanden, als wir ihn fragten, ob er das Bühnenbild für unsere neue Kinderinszenierung „Schneeweißchen und Rosenrot“ übernehmen würde, unentgeltlich, versteht sich. „Ich helfe gern mit, wenn es um die Stadt Cottbus und ihre Kinder geht“, sagte er und machte sich erste Notizen zum Stück.

Ein Mann - ein Wort , so könnte man Alexander wohl am besten beschreiben. Er redet nicht viel, sondert arbeitet planmäßig, selbstständig und absolut professionel die ihm gestellte Aufgabe ab.

Als Sohn Wolgadeutscher Eltern in einem kleinen Ort im Nordural geboren, träumte er schon früh davon, Malerei studieren zu können. Er absolvierte dann sowohl die Kunstfachschule als auch die Kunstakademie mit Auszeichnung. In Kaliningrad schuf er für den Dom ein großes Mosaik und gestaltete die Russisch Orthodoxe Kirche aus. Er verfolgt anteilnehmend den Weg seiner ehemaligen Schüler aus der privaten Kunstschule und freut sich über deren Erfolge.

Seine Leidenschaft sind Gemälde zu historischen Themen, Landschaften und Wandmalereien. Die Gemälde „Memelsburg im XVII Jhd.“ und „Burg Balga im XIII Jhd.“ befinden sich im Besitz deutscher Museen, andere haben den Weg in private Sammlungen gefunden.

Für uns hat er sich etwas Besonderes ausgedacht: Wie in einem großen Pop-up-Buch klappen die einezelnen Elemente des Bühnenbilds nacheinander heraus. Dabei sind sie aber nicht mit dem Hintergrund verbunden, lassen sich also von allen Seiten bespielen. Die Mechanik wird, passend zum Marionettentheater, über Schnüre gelenkt. So manchen Abend und so manches Wochenende hat Alexander Pister in unserem kalten und ungemütlichen Fundus beim Bauen und Malen verbracht. Seine Frau Olga und Söhnchen Richard mussten oft zu Hause auf ihn warten. Aber sie sind auch stolz auf ihn, denn wer hat schon einen Papa, der so schön Grimms Märchen ausstatten kann.